Wissenschaftliche Netzwerkaktivitäten



Neuer OECD Bericht zu “Fostering Innovation in the Ocean Economy” in Planung

Future Ocean und OECD kooperieren zur ökonomischen Bewertung von Ozeanbeobachtungsdaten

Ozeanbeobachtungsdaten sind nicht nur eine zentrale Grundlage für die Erforschung des Ozeans, sondern liefern auch wertvolle Informationen für Anwendungen und Planungen von Industrie und Politik. Derzeit bereitet die OECD, Organisation for Economic Co-operation and Development, einen Bericht zum Thema "Fostering Innovation in the Ocean Economy" vor, der zum Jahreswechsel 2018/ 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Der Bericht beruht auf Analysen und Zusammenstellungen von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und soll einen fundierten Rahmen für Innovationen im Bereich der Meereswirtschaft bieten.

 

Für den Bericht wird sich die Volkswirtin Dr. Julia Hoffmann für den Exzellenzcluster „Future Ocean" um das Thema Ozeanbeobachtung kümmern und Analysen vorbereiten für Anwendungs- und Innovationsmöglichkeiten, die sich aus der Vielzahl an Ozeanbeobachtungsdaten ergeben.

Die Kooperation des Exzellenzclusters ‚Future Ocean' und der OECD in diesem Teilprojekt ist ein Baustein der Aktivitäten im Knowledge Exchange von ‚Future Ocean' zwischen Wissenschaft und politischen Organisationen. Julia Hoffmann hatte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in der Arbeitsgruppe „Umwelt-, Ressourcen- und Ökologische Ökonomik" von Professor Martin Quaas promoviert. In ihrer jetzigen Aufgabe, die innerhalb dieses Jahres abgeschlossen sein soll, wird sie sich um die Analyse von Endnutzern und Nutzungsarten von Ozeanbeobachtungsdaten sowie die ökonomische Bewertung des mit Ozeanbeobachtungsdaten verknüpften Nutzens beschäftigen. In die Untersuchung mit einbezogen werden das IOC-UNESCO, das unter anderem am Global Ocean Observing System (GOOS) beteiligt ist, und das EU-Projekt AtlantOS, das sich mit der Integration von Ozeanbeobachtungssystemen zur verbesserten Nutzung beschäftigt. Beide Initiativen beziehen in ihrem Forschungsprogramm die Nutzungsmöglichkeiten für Wissenschaft, Politik und Industrie von Ozeanbeobachtungsdaten mit ein.

Auftakt für die Analysen bildete ein erster Kick-off-Workshop des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel im Januar 2018 mit Wirtschaftsvertretern aus dem Bereich der Datenverarbeitung. Die Teilnehmenden diskutierten insbesondere, welche Ozeanbeobachtungsdaten derzeit zur weiteren Nutzung verfügbar sind und welche Möglichkeiten sich aus der Untersuchung von großen Datenmengen (Big Data) hinsichtlich darin versteckter Muster, unbekannter Korrelationen und anderer Informationen ergeben.

Weitere Informationen zum Thema
Bereits im April 2016 hatte die Die OECD-Projektgruppe "Space and Oceans" den Bericht „Die Meereswissenschaft im Jahr 2030 (The Ocean Economy in 2030)" veröffentlicht. In dem Bericht wird das wirtschaftliche Entwicklungspotential verschiedener Sektoren und ihrer Interaktion, die entweder direkt oder indirekt in ihrem Produktionsprozess durch ozeanische Ressourcen beeinflusst sind, dargestellt und diskutiert. Wichtiger Einflussfaktor für die Abschätzung zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklungen sind Innovationen in diesen Sektoren.
Link zum Bericht: http://www.oecd.org/futures

Kontakt

Julia Hoffmann, j.hoffmann@economics.uni-kiel.de
Wiebke Müller-Lupp, wmueller-lupp@uv.uni-kiel.de