Meeresspiegelanstieg und Küstengefährdung



An den Küstenregionen, besonders an den wirtschaftlich attraktiven Flussmündungsgebieten, wächst die Bevölkerung stetig. Im Zuge des Klimawandels haben aber auch die Gefahren, die für die Küstenbewohner vom Ozean ausgehen, zugenommen. Naturgefahren wie Stürme, Überschwemmungen, Versalzung des Grundwassers, Küstenerosion, Tsunamis bis hin zum weltweiten Anstieg des Meeresspiegels werden die Küsten in Zukunft mehr gefährden als bisher.
 

So ist in den vergangenen 100 Jahren der Meeresspiegel um fast zwanzig Zentimeter (2 mm/Jahr) gestiegen. Jüngste Modellrechnungen sagen für die nächsten Jahrhunderte weit höhere Anstiegsraten auf Grund der globalen Erwärmung voraus.

Die Küstenregionen reagieren sensibel und unverzüglich auf jegliche Veränderungen durch das Meer. Sedimente im Flachwasser und an Land dienen den Wissenschaftlern als "Archive", an denen frühere Veränderungen der Wasserströmung (Hydrodynamik), der Morphologie des Meeresbodens und des Meeresspiegels abgelesen werden können. Die Sedimente zeigen auch, wann extreme Ereignisse wie Stürme, Veränderungen im Grundwasser und Tsunamis stattgefunden haben. Der Vergleich dieser "Archive" (in Zeitskalen von Jahren bis Jahrhunderten) mit den aktuellen Prozessen der Küstenveränderungen ermöglicht bessere Vorhersagen zur zukünftigen Entwicklung der Küstensysteme mit ihrem speziellen Risikopotenzial.

Die Gefahren für die Küsten dieser Erde durch den Klimawandel bringen auch soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Risiken mit sich. Sie betreffen die Bevölkerung und deren Wohngebiete direkt, sowie ihre regionalen und nationalen ökonomischen Gegebenheiten (z.B. Tourismuseinrichtungen). Da die Gefahren zugenommen haben, z.B. Stürme mit höheren Windgeschwindigkeiten höhere Flutwellen an der Küste erzeugen, ist ein umfassendes und wirksames Risiko-Management für die Küstengebiete erforderlich.





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