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Anna-Christina Bockelmann




GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

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Pflanze-Endophyt-Interaktion:
Der globale Klimawandel hat in jüngerer Zeit zur Zunahme von Krankheiten in marinen Ökosystemen geführt. Das große Seegras, Zostera marina, wurde zuerst in den 1930iger durch den Protisten Labyrinthula zosterae infiziert und es kam daraufhin zu einem Massensterben („Wasting disease"), dem innerhalb von 2 Jahren fast die gesamten Seegrasbestände auf beiden Seiten des Atlantiks und in Teilen der Ostsee zum Opfer fielen. Viele Seegraswiesen erholten sich später langsam, im Wattenmeer gibt es jedoch bis heute vom früher sehr häufigen Seegras unterhalb der mittleren Hochwasserlinie nur wenige Reliktvorkommen. Trotz der enormen Konsequenzen für das Ökosystem weiß man bis heute wenig über die Verbreitung und Virulenz dieses Krankheitserregers. Die Folgen des Klimawandels könnten zusammen mit Umweltveränderungen wie z.B. Eutrophierung zum Wiederausbruch der Seegraskrankheit führen.


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