24. September 2018 Erfolgreicher deutsch-kanadischer Austausch zum Ozean auf der Forscher-Alumni-Konferenz in Halifax

Deutsch-kanadische Forscher-Alumni-Konferenz in den Meereswissenschaften: Mehr als 20 Kieler Forscher-Alumni nutzen die Gelegenheit zum Austausch mit Meereswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern, die gegenwärtig in Kiel und Halifax forschen. Foto: Wiebke Müller-Lupp, The Future Ocean

Universitäten in Kiel und Halifax stärken Zusammenarbeit auf den Gebieten der nachhaltigen Meeresforschung und des marinen Technologie-Transfers

Vom 19. bis 21. September trafen sich rund 70 Meeresforschende aus Kiel und Nordamerika, darunter rund 20 Forscher-Alumni der Meereswissenschaften in Kiel, Vertreterinnen und Vertreter der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Dalhousie Universität in Halifax sowie weitere Partner aus deutschen und kanadischen Forschungsinstitutionen, aus der Politik und Wirtschaft zum Austausch über Themen der Ozeannachhaltigkeit und zur Anbahnung gemeinsamer Konzepte für den marinen Wissens- und Technologietransfer. Den Rahmen des dreitägigen Treffens bildete die zweite Forscher-Alumni-Konferenz des Exzellenzclusters „The Future Ocean" mit dem Titel „Frontiers in Ocean Sustainability – Co-designing research and solutions" unter der Schirmherrschaft der Alexander von Humboldt Stiftung (AvH). Gefördert wurde die Konferenz vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Die Zusammenarbeit zwischen Kiel und Halifax im Bereich der Meeresforschung hat eine lange Tradition. „Die Teilnahme so vieler Alumni an unserer Konferenz in Halifax hat die enge Verbundenheit beider Standorte auf dem Gebiet der Meeresforschung erneut deutlich gemacht," sagt Prof. Ralph Schneider, Direktor Kiel Marine Science (KMS) an der Universität Kiel und Sprecher des Exzellenzclusters „The Future Ocean". „Konferenzen wie unsere zum Thema Ozean sind ein idealer Rahmen, um mit ehemaligen Kieler Meereswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Kontakt zu bleiben und sind für Nachwuchsforschende eine ideale Gelegenheit, neue Forschungsumgebungen kennenzulernen", so Schneider weiter. Prof. Douglas Wallace, Universität Dalhousie, der 13 Jahre in Kiel gelebt und gearbeitet hat, fügt hinzu: „Wir haben realisiert, dass kein einzelnes Land und erst recht keine einzelne Forschungsinstitution die Probleme des Ozeans allein adressieren kann. Insofern ist die Verbindung, die zwischen Kiel und Halifax existiert, bereits ein Beispiel, wie gemeinsam auf eine nachhaltige Entwicklung des Ozeans hingearbeitet wird. Aber wir sehen nun auch Gelegenheiten, auf der starken Wissenschafts-basierten Partnerschaft aufzubauen und Verbindungen zwischen beiden Ländern im Bereich der marinen Wirtschaft zu schaffen. So haben wir die Konferenz in dem Bewusstsein beendet, dass Kanada und Deutschland eine Führungsrolle in der Welt übernehmen können, indem wir aufzeigen wie man zusammenarbeitet".

Die dreitägige Forscher-Alumni-Konferenz, die federführend vom Kieler Exzellenzcluster „The Future Ocean" und den kanadischen Partnern Dalhousie Universität, Ocean Frontier Institute (OFI) und dem Centre for Ocean Ventures & Entrepreneurship (COVE) organisiert wurde, drehte sich um ausgewählte Themen der Nachhaltigkeit und der Umsetzung des Ozean-Ziels (SDG 14) der 2030-Agenda der Vereinten Nationen. Ehemalige und gegenwärtige Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Kiel und Halifax präsentierten ihre Forschung und zeigten Perspektiven zu den Themen „Fischerei und Aquakultur", „Die Rolle des Ozeans im Klimasystem", „Ozean Governance" und „Ozean-Beobachtung" auf. Den Abschluss bildete am dritten Konferenztag ein Dialog über den marinen Technologie- und Wissensaustausch, zu der auch Vertreter aus dem Kieler Wirtschaftsministerium und von maritimen Verbänden Deutschlands mit nach Halifax gereist waren. Im Fokus stand dabei die Frage wie der transatlantische Transfer von Wissen in den Bereich Wirtschaft gelingen kann und welche Rahmenbedingungen für technologische Umsetzungen geschaffen werden müssen.

„Die dreitätige Konferenz und der Austausch mit den kanadischen Kolleginnen und Kollegen hat erneut die ausgezeichnete Kooperation beider Länder auch auf dem Gebiet der internationalen Nachwuchsförderung und des Technologietransfers gezeigt", resümiert Prof. Karin Schwarz, Vizepräsidentin für Forschung, Technologietransfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Christian-Albrechts-Universität (CAU), zum Ende der intensiven Konferenztage, die als Vertreterin der Kieler Universität mit nach Halifax gereist war und die Konferenz für erste Gespräche zu gemeinsamen Konzepten im Rahmen des marinen Technologietransfers genutzt hatte.
Ausführliche Informationen über die Konferenz „Frontiers in Ocean Sustainability – Co-designing research and solutions", www.futureocean.org/dalconference

Links:
www.futureocean.org (Über den Exzellenzcluster „The Future Ocean", Kiel)
www.dal.ca (Über die Universität Dalhousie, Halifax, Kanada)
https://oceanfrontierinstitute.com (Über das Ocean Frontier Institut, Halifax, Kanada)
https://coveocean.com (Über das Centre for Ocean Ventures & Entrepreneurship, Halifax, Kanada)

Kontakt

Dr. habil. Gesche Braker, Geschäftsführerin des Postdoc-Zentrums an der CAU und Koordinatorin des IMAP-Netzwerkes des Exzellenzclusters „The Future Ocean",
gbraker@uv.uni-kiel.de

Dr. Wiebke Müller-Lupp, Koordination für transdisziplinäre Ozeanforschung im Exzellenzcluster „The Future Ocean" / Kiel Marine Science (KMS),
wmueller-lupp@uv.uni-kiel.de