18. Juni 2014 Die Kieler Ozeanforschung auf der Kieler Woche



Vorträge, Ausstellungen und Open Ship bieten ein buntes Programm für Groß und Klein

Traditionell steht bei der Kieler Woche das Meer im Mittelpunkt. Zwar dreht sich ein Großteil des Geschehens um die Regatten auf dem Wasser. Aber auch wer sich für das Leben im Wasser und die Erforschung der Meere interessiert, kommt wie immer nicht zu kurz. Dafür sorgt ein vielfältiges Angebot des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“.

 

Gemeinsame Pressemitteilung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und des Exzellenzclusters "Ozean der Zukunft"

Schon auf dem aktuellen Plakat zur Kieler Woche schlagen einem die Wellen entgegen: Kiel ist und bleibt mit dem Meer verbunden, sei es in sportlicher oder in wissenschaftlicher Hinsicht. Wer sich für Themen der Meeresforschung interessiert, kann sich auch in diesem Jahr über ein großes Angebot an Möglichkeiten freuen. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ bieten ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Ausstellungen und dem traditionellen Open Ship. Die Veranstaltungen tragen das Motto „Das Meer – Unser blaues Wunder“. Sie sind somit gleichzeitig Teil einer Veranstaltungsreihe, die unter diesem Namen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgerufen wurde.

Über den aktuellen Stand der Meeresforschung informieren renommierte Kieler Wissenschaftler in einer abendlichen Vortragsreihe: Wer schon immer wissen wollte, wie „Jurassic Park verkehrt“ funktioniert, wer mehr über „die kleinsten Tagebücher der Ozeane“ oder die brisanten Themen Methanhydrate, Klimawandel und Mikroplastik im Meer wissen wollte, ist herzlich willkommen. Die Vorträge finden von Montag bis Freitag um 18:00 Uhr im Hörsaal des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, Düsternbrooker Weg 20, 24105 Kiel statt.

Ebenfalls um Mikroplastik und welche Auswirkungen er auf die Meeresbewohner hat, wird es bei dem Ausstellungsstand „Plastikmüll im Meer“ im Klimaschutzzelt der Stadt Kiel gehen. Das Projekt GAME (Globaler Ansatz durch modulare Experimente) des GEOMAR wird dort, wie auch in dem Schaukasten vor dem Aquarium über seine weltweiten Forschungen zu dem wichtigen Thema der Meereskunde informieren. Besucher des Aquariums können durch das Mikroskop einen Blick auf die für die Meeresorganismen so gefährlichen Partikel erhaschen.

Auf der Ausstellungsfläche des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ im Zelt der Kieler Uni „kieler uni live“ an der Kiellinie können sich große und kleine Besucher am Clusterstand vom 26. bis 29. Juni von 12 bis 18 Uhr Uhr spielerisch dem Thema der nachhaltigen Fischerei widmen. Beim Fischlängenspiel kann beispielsweise getestet werden, wie groß Fische wie Scholle, Dorsch oder Hering sein müssten, damit sie sich vermehren können, bevor sie auf unseren Tellern landen. Ein besonderes Highlight ist darüber hinaus ein digitales Poster zum Thema Hangrutschungen im Meer – ein gemeinsames Projekt, das mit der Muthesius Kunsthochschule entwickelt wurde. Wie auf einem riesigen iPhone können sich große und kleine Besucher spielerisch darüber informieren wie Hänge im Meer ins Rutschen kommen - eine Gefahr, die für Schleswig-Holstein nahezu keine Rolle spielt - aber in anderen Ländern wie Japan durchaus Tsunamis auslösen können.

Beim beliebten „Open Ship“, diesmal schon am Mittwoch, 25.06., auf dem Forschungsschiff ALKOR können auch die kleinsten Besucher von 10-17 Uhr Meeresforschung erleben und Seesterne, Krebse und Co. auf die Hand nehmen. Größere Besucher können die Technik an Bord besichtigen, oder sich über weitere Themen der aktuellen Forschung informieren. Als besonderer Leckerbissen wird der ferngesteuerte Unterwasserroboter PHOCA gezeigt.

Eine weitere Ausstellung mit Beteiligung des GEOMAR wird parallel zu Kieler Woche vom 18. Juni bis 22. August in der Merkur-Galerie der Industrie und Handelskammer (IHK) zu Kiel in der Bergstraße 2, 24103 Kiel stattfinden. Die IHK widmet „Alexander Behm und das Echolot“ dem Kieler Wissenschaftler und seiner für die Schifffahrt so wichtigen Erfindung.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und bedürfen keiner Anmeldung.

Die Veranstaltungen im Überblick:

Vorträge
Montag, 23. Juni, 18:00 Uhr
"Methanhydratauflösung vor Spitzbergen – Ursachenforschung"
Prof. Dr. Christian Berndt, GEOMAR

Dienstag, 24. Juni, 18:00 Uhr
"Mikroplastik im Meer"
Dr. Mark Lenz, GEOMAR

Mittwoch, 25. Juni, 18:00 Uhr
"„Jurassic Park" verkehrt - Die Meeresorganismen von morgen im Experiment von heute"
Prof. Dr. Thorsten Reusch, GEOMAR

Donnerstag, 26. Juni, 18:00 Uhr
"Die Gehörsteine der Fische - die kleinsten Tagebücher der Ozeane"
Dr. Catriona Clemmesen-Bockelmann, GEOMAR

Freitag, 27. Juni, 18:00 Uhr
"Zwischen Land und Meer: Küstenfeuchtgebiete im Küstenraum der Nordsee unter dem Einfluss des globalen Klimawandels"
Dr. Mark Schürch, Geographisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Ausstellungen und Mitmachaktionen
„Plastikmüll im Meer“
23.,24.,26. und 27.06. im Klimaschutzzelt der Stadt Kiel, am 25.06. beim Open Ship Day auf FS ALKOR und die gesamte Kieler Woche im Schaukasten vor dem Aquarium des GEOMAR

„Ozean der Zukunft“
Nachhaltige Fischerei – Welcher Fisch darf auf den Tisch? und Hangrutschungen im Meer – Entstehung und Auswirkungen von Naturgefahren
26. bis 29.06. von 12 bis 18 Uhr im Zelt der Kieler Uni „kieler uni live“

„Alexander Behm und das Echolot“
18. Juni bis 22. August in der Merkur-Galerie der Industrie und Handelskammer (IHK) zu Kiel, Bergstraße 2, 24103 Kiel

Open Ship auf FS ALKOR
Mittwoch, 25.06.2013, 10-17 Uhr: u.a. „Meerestiere zum Anfassen“, Schiffsführungen

Links:
www.geomar.de/service/veranstaltungen/oeffentliche-veranstaltungen
Veranstaltungen am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

www.futureocean.org/de/cluster/events/index.php
Veranstaltungen des Exzellenzclusters „Future Ocean“

www.ihk-schleswig-holstein.de/servicemarken/regionales/ihk_kiel12955/2919808/Merkur_Galerie_Behm.html
Information zu der Ausstellung „Alexander Behm und das Echolot“

Kontakt:

Friederike Balzereit (Ozean der Zukunft Öffentlichkeitsarbeit)
fbalzereit@uv.uni-kiel.de

Jan Steffen (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2811
jsteffen@geomar.de