Flaschenpost gefunden?



Muthesius-Kunstaktion macht aufmerksam auf den Ozeanwandel

Wer am 4. Dezember 2008 über den Uni-Campus, die Brücke zum kleinen Kiel, über den Berliner Platz vor dem Bootshafen und am Bahnhofskai geht, findet mitten in der Stadt einen „Spülsaum": Das sind angespülte Algen, natürlich angeschwemmtes Strandgut und ab und zu eine Flaschenpost.
 

In den rund 300 Flaschen finden sich Zettel mit Fragen wie „Können wir morgen noch Fisch essen?“, „Können Algen Menschen heilen?“, „Werden die Küsten überflutet?“, „Wem gehört der Ozean?" Wo die Antworten zu finden sind, ist auch zu lesen: www.ozean-der-zukunft.de.

Mit dieser Kunstaktion lenkt der angehende Kommunikationsdesigner Benjamin Frommen (27), die Aufmerksamkeit der Passanten auf den Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und seine Tätigkeit. Die Aktion gibt Anstöße, sich über die Chancen und Risiken der Entwicklung der Meere zu informieren. So will sie das Verständnis für Nachhaltigkeit im Umgang mit den Ozeanen fördern. „Nachdem das Meer kein Gehör gefunden hat, kommt es auf den Menschen zu und gibt ihm eine letzte Chance, von den ihn umgebenden Veränderungen Kenntnis zu nehmen“, erklärt Benjamin Frommen. Die Spülsaum-Installationen mitten in der Stadt machen das erlebbar. Sie erinnern die Menschen daran, dass der Meeresspiegel steigt und Kiel als Küstenstadt – und somit sie selbst als Bewohner – unmittelbar betroffen sind.

Die ungewöhnliche Kampagne ist im Sommersemester 2008 im Rahmen eines Projekts zum Thema „Nachhaltigkeit“ an der Muthesius Kunsthochschule entstanden. Betreut wurde sie von Prof.in Silke Juchter (Konzeption und Entwurf) und Prof.in Dr. Cornelia Ackermann (Sprache und Kommunikation) in Kooperation mit den Ministerien für Bildung und Frauen sowie für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

Kontakt

Benjamin Frommen, E-Mail: phuzzel@gmx.de

Friederike Balzereit, Öffentlichkeitsarbeit,
Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“,
E-Mail: fbalzereit@uv.uni-kiel.de, Tel: 0431-880-3032