Seerecht und marine Ressourcen

Die Nutzung mariner Rohstoffe in internationalen Gewässern bringt aufgrund der ungeklärten rechtlichen Lage Probleme mit sich. Es gibt 3 bedeutende Bereiche, welche im bestehenden Seerecht (Law of the Sea, LOS) noch nicht ausreichend festgeschrieben worden sind und die für die Zukunft geklärt werden müssen:

  • Die rechtliche Ordnung zum Schutz und der Nutzung von "neuen" Ressourcen in der Tiefsee und/oder im Meeresboden. Darunter fallen z.B. Gashydrate, Substanzen mit einem potentiellen Nutzen in der Medizin, Chemie oder der Biologie ("blaue Biotechnologie") oder anderer Mineralien.
  • Die zukünftige Entwicklung von rechtlichen Systemen für den Umweltschutz von Küstengewässern;
  • Die Problematik der Sicherheit auf See, speziell in Hinsicht auf Piraterie, Terrorismus, illegale Transporte.

Diese Bereiche sollten in einer UN Konvention oder anderen maßgeblichen Normen des internationalen Rechtes festgeschrieben werden. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, benötigt man (neben den rechtlichen Grundlagen) moderne Systeme für die Leitung und Kontrolle über Küstengewässer inklusive Küstenwache und rechtliche Sanktionen.
Um rechtliche Vorgaben zu erstellen, benutzt man z.B. ökologische Daten, speziell von Tieren hoher Nahrungstufen wie Seevögel und marine Säuger. Diese Daten spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Anwendung relvanter internationaler Normen und Vereinbarungen (z.B. EU-Richtlinien zu Lebensräumen). Als Beispiel sei hier die Entstehung von sog. "Offshore-Windparkanlagen" genannt, welche eine hohe Herausforderung daran stellen, das Interesse der Menschen an der Erschließung einer Energiequelle und den Schutz kostbarer Ökosysteme rechtlich nachhaltig zu regeln.

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