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Die Kieler Forscher zielen darauf, neue Fischereimanagement-Konzepte zu entwickeln, die eine nachhaltige Fischerei fördern und somit sicherstellen, dass Fischbestände nicht zusammenbrechen, und zugleich die Erträge langfristig zunehmen, so dass die Fischerei als Gewerbe lohnenswert ist. Um solche Konzepte zu entwickeln, arbeiten Spezialisten aus den Bereichen Populationsbiologie, Ökologie, Ökonomie und Mathematik eng zusammen. Dies ist ein neuer interdisziplinärer Ansatz, da bisher die einzelnen Aspekte vorwiegend getrennt betrachtet wurden.
Neue mathematische Modelle werden entwickelt, die sowohl die ökologischen Wechselwirkungen als auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge berücksichtigen.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass viele Arten hohe natürliche Schwankungen in ihrem Bestand aufzeigen, da sich die unterschiedlichen und unsteten Umweltbedingungen im Meer auf den Fortpfanzungserfolg der Fische auswirken. Günstige Bedingungen führen so zu hohen Beständen. Unter ungünstigen Umweltbedingungen können jedoch Fischbestände auch bei moderater Befischung zusammenbrechen. Ein Ziel der Forschung besteht daher darin zu bestimmen, wie das Fischereimanagement und die Fischereipolitik mit diesen Unsicherheiten umgehen sollte.
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