Citizen Science-Projekte

Sammeln, klassifizieren, beobachten – in Citizen Science-Projekten engagieren sich Laien für wissenschaftliche Projekte und tragen oftmals entscheidend dazu bei, Forschungsfragen zu lösen. Der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft" fördert daher unterschiedliche Projekte, bei denen interessierten Bürgerinnen und Bürgern oder Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrkräften aktiv an aktueller Forschung mitwirken können.

 

Insbesondere Projekte, die die Erhebung großer räumlich und zeitlich skalierter Datensätze erfordern, stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig vor große Herausforderungen hinsichtlich Kapazitäten, Personal und Zeit. Wissenschaftliche Bürgerbeteiligung in Citizen-Science-Projekten bietet hierfür eine Lösung, von der sowohl Bürger als auch Wissenschaftler profitieren. Ob beim Sammeln von Müll, Vergleichen von Plankton-Bildern oder Fotografieren von Strandfunden - jeder hat die Möglichkeit, die Arbeit von Wissenschaftlern zu unterstützen und so neues Wissen zu schaffen. Interessierte erhalten dabei Einblicke in wissenschaftliche Standards, aktuelle Forschungsthemen und können ihr Wissenschaftsverständnis stärken.

Citizen Science-Projekte mit Unterstützung des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft":

Plankton-ID – Ordne Planktonbilder und forsche spielerisch mit
Im Citizen-Science-Projekt „Plankton-ID" sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mehr als 50.000 Bilder von einzelligen Meeresorganismen aus der Gruppe der Rhizaria zu klassifizieren und zu sortieren. Rhizaria sind Einzeller, gehören zum tierischen Plankton, dem Zooplankton, und sind eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Fische und andere größere Organismen. Weiter transportieren sie, wenn sie absterben und absinken, Kohlenstoff von der Meeresoberfläche in die Tiefsee und spielen damit eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf der Erde. Ziel ist es, die Häufigkeit und Verteilung der Einzeller in bestimmten Gebieten des Ozeans zu bestimmen. Hier geht es zur Webseite https://planktonid.geomar.de/de

Coastwards – Küstenbilder aus aller Welt helfen, die Risiken des Meeresspiegelanstiegs zu verstehen
Im Citizen-Science-Projekt „Coastwards" können interessierte Laien die Forscherinnen und Forscher des Geographischen Instituts an der Uni Kiel dabei unterstützen, die Risiken des Meeresspiegelanstiegs besser zu verstehen. Über die Onlineplattform „Coastwards" können Menschen ihre Küstenbilder hochladen und so dazu beitragen, die Informationen über die physikalischen Eigenschaften von Küsten weltweit zu verbessern. Die Bilder fließen in eine globale Datenbank ein und liefern eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von langfristigen Anpassungsstrategien. Hier geht es zur Webseite http://www.coastwards.org

Dem Plastikmüll auf der Spur
Im Citizen-Science-Projekt „Dem Plastikmüll auf der Spur" des ozean:labors der Kieler Forschungswerkstatt setzen sich Schülerinnen und Schüler der fünften bis zehnten Klassenstufe mit ihren Lehrkräften mit dem Thema Mikro- und Makroplastik in den Weltmeeren auseinander.
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