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Ozean der Zukunft auf der Messe Oceanology International in London
Der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ beteiligte sich in diesem Jahr erstmals mit einem Messestand an der OI Oceanology International in London. Vom 9. bis 11. März 2010 stellten auf dieser weltweit größten Messe für marine Technologien mehr als 500 Aussteller neue Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen der Meerestechnik vor. Zusätzlich zur Konferenz konnten Forschungs- und Marineschiffe besichtigt werden.
Der Exzellenzcluster präsentierte auf dem von der WTSH, Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, organisierten Norddeutschen Gemeinschaftsstand ein Modell eines hochauflösenden seismischen 3D-Systems. Es wird zur Vermessung von Gashydrat- und Fluidfördersystemen sowie zur Kartierung von Rutschungs- und Bruchsysteme eingesetzt. Anders als bei Systemen der Explorationsindustrie werden mehrere kurze Streamer parallel zueinander geschleppt. Der Vorteil dieser Anordnung gegenüber herkömmlichen Systemen ist, dass es von mittelgroßen Forschungsschiffen aus angewendet werden kann und somit kostengünstiger ist. Außerdem erreicht diese Technik nahezu die doppelte Auflösung gegenüber herkömmlichen Anwendungen.
Die Arbeitsgruppe Energie- und CO2-Deponierungstechnologien des GEOMAR präsentierte das neuentwickelte SIMPLE Piezometer Monitoringsystem zur Überwachung des in-situ Porendrucks an rutschungsgefährdeten Hängen. Da flache Hangrutschungen zu den wichtigsten geologischen Risikofaktoren für die küstennahe Infrastruktur wie Pipelines und Kommunikationseinrichtungen gehören, kommt der Überwachung von Porendruckspitzen als potentielle Auslöser besondere Bedeutung bei.
Leuchtturmprojekte
Die sechs „Leuchtturmprojekte” (Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Forschungs- und Technologiezentrum Westküste FTZ, Gesellschaft für Marine Aquakultur GMA, Kieler Wirkstoff-Zentrums KiWiZ, Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB und das Forschungs- und Entwicklungszentren der FH Kiel F&E-Zentrum FH Kiel GmbH) werden vom Land im Rahmen der Landesinitiative „Zukunft Meer” besonders gefördert, um das maritime Profil von Schleswig-Holstein zu schärfen. Um die Synergien zwischen diesen Projekten noch stärker zu nutzen, wurden in 2009 gegenseitige Vorstellungen durchgeführt.
Der Technologie- und Wissenstransfer, der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aktiv ist, organisierte diese Veranstaltungen.Die Treffen liefen folgendermaßen ab: nach einer kurzen Vorstellung des Instituts wurden momentanen Forschungsfelder durch die Präsentation von ausgewählten Doktorarbeiten erläutert. Anschließend erfolgte eine Besichtigung des jeweiligen Instituts. Diese Reihe begann mit der Vorstellung des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und der Besichtigung der Alkor.
Programm
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