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Was ist ein Aerosol?
Der Begriff Aerosol meint eigentlich das Aerosolteilchen, als ein Schwebeteilchen und die es umgebende Luft. Wissenschaftlich ausgedrückt lautet die Definition: "Dispersion (Gemisch) von flüssigen oder festen Teilchen (= Partikel) in einem Gas, üblicherweise in Luft."
Was ist ein Ästuar?
Ein Ästuar ist die trichterförmig erweiterte Flussmündung ins Meer.
Ästuarien werden unter dem Einfluss der Gezeitenströme gebildet. Dabei ist es auf der Nordhalbkugel so, dass das Meerwasser bei Flut aufgrund der Corioliskraft am linken Flussufer aufwärts fließt und bei Ebbe am rechten wieder ins Meer zurückgeht. Ästuarien bilden sich besonders an Küsten mit starken Gezeiten. Daher sind sie wohl seltener als geschlossene Deltamündungen. Sie entstehen nur, wenn die Materialschüttung des Flusses geringer ist als die abtragende Wirkung von Ebbe und Flut. Im Gegensatz dazu stehen die geteilten Deltamündungen, die durch die hohe Sedimentation von Lockermaterial durch den Fluss zustande kommen. Ästuare sind weiterhin gekennzeichnet durch den Übergang des Süßwassers zum Salzwasser (Brackwasser), einer Stoffverfrachtung infolge der Wasserbewegungen und durch einen Wechsel der Tier- und Pflanzenwelt vom Flussbereich zum Meer.
Ästuarien sind seltener als geschlossene Deltamündungen, sie finden sich z.B. in der Elbe, Weser, Themse, am Ob, Jenissei, Sankt-Lorenz-Strom und am Amazonas. In Flachküsten mit großem Tidenhub bilden sich Ästuarien. Bei steileren Küsten und/oder großer Geschiebefracht herrschen Deltas vor.
Ein Ästuar sieht aus der Luft wie ein Trichter aus, deshalb wird es auch "Trichtermündung" genannt.
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B
Was ist Benthos?
Das Wort Benthos (auch Benthon) leitet sich vom griechischen benthos ab, was soviel bedeutet wie Meerestiefe und das Dickicht. Es bezeichnet die Gesamtheit aller am Grund der Meere und Binnengewässer, dem Benthal, lebenden Tiere und Pflanzen bzw. die in diesem Biotop anzutreffende Biozönose (Lebensgemeinschaft). Das Benthos schließt sowohl die festsitzenden (sessilen) Organismen als auch die kriechenden, laufenden oder vorübergehend schwimmenden, also vagilen Bodentiere ein.
Nach der Größe unterscheidet man:
Benthische Lebewesen sind von Bedeutung als Nahrung für Fische und andere größere Tiere des freien Wassers, dem Nekton, aber auch als Destruenten (Zersetzer). Tierisches Benthos wie beispielsweise Krustentiere, Plattfische oder Muscheln stellen auch für die menschliche Ernährung eine wertvolle Proteinquelle dar. Beim pflanzlichen Benthos ist kommerziell besonders Tang wichtig (bemerkenswert ist der Kelp, der an flachen Küstenabschnitten mehr als 60 m hohe Wälder bilden kann), dieser findet Verwendung bei der Herstellung verschiedener Nahrungsmittel und Industrieprodukte.
Typisch benthische Lebewesen sind z.B.
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C
Was ist die Corioliskraft?
Bewegte Körper werden in einem rotierenden Bezugssystem aus Sicht eines mitrotierenden Beobachters abgelenkt. Diese Ablenkung wird der Corioliskraft zugeschrieben, die nach dem französischen Physiker Gaspard Gustave de Coriolis benannt ist. Die Corioliskraft ist eine so genannte Scheinkraft, da sie im ruhenden Bezugssystem nicht vorhanden ist. Dort sind alle kräftefreien Bewegungen geradlinig. Die Corioliskraft tritt nur in rotierenden Bezugssystemen auf. Sie stellt eine Beschleunigung senkrecht zur Bewegungsrichtung dar, die dazu führt, dass kräftefreie Bewegungen vom rotierenden Bezugssystem aus gekrümmt erscheinen. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung "Corioliskraft" irreführend. Besser wäre der Begriff "Coriolis-Effekt". Die Corioliskraft tritt zusätzlich zur Zentrifugalkraft auf. Sie ist nur bei - im Bezug auf das rotierende Bezugssystem - bewegten Körpern vorhanden. Während die Zentrifugalkraft nur vom Ort Ihres Messkörpers abhängig ist, hängt die Corioliskraft zusätzlich von der Geschwindigkeit des Meßkörpers relativ zum rotierenden Bezugssystem ab. Die Corioliskraft ist außerdem ein Bestandteil der Geostrophie bzw. des geostrophischen Gleichgewichts der Atmosphäre oder des Ozeans.
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D
Was ist ein Delta?
Als Flussdelta bezeichnet man eine charakteristische Mündungsform eines Flusses oder Stroms. Der Nil bildet das wohl bekannteste Mündungsdelta, weil dies auch die Bezeichnung Delta prägte, zumal das Nildelta die charakteristischste aus dem Buchstaben Delta (Δ) abgeleitete Form aufweist. Die Entstehung des Flussdeltas ist gekennzeichnet durch die Aufschüttung von Material (Sediment), das vom Fluss transportiert wird. Die nachlassende Transportkraft des Wassers als Folge der verminderten Fließgeschwindigkeit im Bereich der Mündung lässt den Fluss das mitgeführte Material ablagern. Die abgelagerten Sedimente wiederum fungieren als Fließhindernis und zwingen den Fluss, seinen Lauf aufzuspalten. In größeren Deltas teilt der Fluss seine Läufe mehrfach und führt sie teilweise wie in einem Labyrinth (mit Flussinseln) fließender und nichtfließender Läufe zu- und auseinander. Flüsse, die in Gewässer mit starker Tide münden, haben kein Flussdelta, sondern eine Trichtermündung (Ästuar). Da die Regelfließrichtung meerwärts ist, werden viele Sedimente abgelagert, so wächst ein Delta in das Meer hinein. In der Regel sind Deltas mit Pflanzen bewachsen, die sie von oben grün erscheinen lassen.
E
Was ist El Niño?
El Niño (spanisch für "Christkind" oder auch "kleiner Knabe") nennt man das Auftreten ungewöhnlicher, nicht zyklischer, veränderter Strömungen im ozeanographisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks. Der Name ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet, nämlich zur Weihnachtszeit und stammt von peruanischen Fischern, die den Effekt aufgrund der damit ausbleibenden Fischschwärme wirtschaftlich zu spüren bekommen.
El Niño ist ein globales Klimaphänomen. Hierbei schwächt sich der kalte Humboldtstrom (vor der Westküste von Südamerika) ab und kommt zum Erliegen. Dies geschieht durch eine Verschiebung der Windzonen, wodurch das normalerweise nach Westen strömende oberflächennahe (warme) Meereswasser nach Osten zurückströmt. Innerhalb von ca. 3 Monaten wandert die Warmwasserschicht von Südostasien nach Südamerika. Der Ostpazifik erwärmt sich, während vor Australien und Indonesien die Wassertemperatur absinkt. Dies kann weltweite Auswirkungen auf das Wetter in Form extremer Dürren oder Unwetter haben (vor allem aber in Südamerika und dem südostasiatischen Raum mit Australien). Auf den Galápagos-Inseln und an der Südamerikanischen Küste kommt es zu starken Regenfällen, während in Südostasien Dürre herrscht mit Missernten und Buschbränden. El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen; es wird jedoch vermutet, dass dieses durch den anthropogen bedingten Treibhauseffekt noch verstärkt wird.
Was ist Geomorphologie?
Die Geomorphologie (von griechisch geo = Erde, morphé = Gestalt, Form und lógos = Wort, Lehre, Vernunft), ein Teilgebiet der Geographie (Physiogeographie) und untersucht die Formen und formbildenden Prozesse der Oberfläche der Erde, aber auch des Mondes, des Marses und anderer Planeten. Die Geomorphologie erforscht die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Lithosphäre (von griechisch líthos = Stein und sfära = Kugel), Atmosphäre (griechisch atmós = Luft, Druck, Dampf), Hydrosphäre (altgriechisch hýdor = Wasser) und Biosphäre (griechisch bíos = Leben). Ein entscheidender Faktor für das Verständnis der Geomorphologie ist die Kenntnis des derzeitigen Klimas und seiner Ausprägungen in vergangenen Erdzeitaltern. Die Veränderungen des Formenschatzes in Verknüpfung mit klimatologischen Veränderungen der jüngeren Erdgeschichte werden von der Klimageomorphologie untersucht.
Was sind Gashydrate?
Gashydrate stellen Gemische verschiedener Gase (als Eis) und Sedimente dar. Sie bilden sich in einem noch wenig erforschten Prozess am Meeresgrund sowie unter Permafrostbedingungen. Die wichtigsten Faktoren, die zur Bildung von Gashydraten führen, sind Druck und Temperatur; unter bestimmten Bedingungen werden die Gasmoleküle am Meeresboden bei der Bildung von Eis von diesem in Molekülgittern "eingefangen".
Unter anderem findet man die Gase Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff in den Gashydraten.
Hydrate wurden erstmals von Davy (1811) in Form von Chlorhydrat entdeckt. Sie wurden lange als Kuriosität betrachtet, bis man um ca. 1930 feststellte, dass eine eisartige Substanz Erdgaspipelines in kalten Regionen verstopfte. Bei diesen Substanzen handelte es sich um Methanhydrat, welches sich mit dem im feuchten Erdgas befindlichen Wasser unter dem Druck der Pipeline gebildet hatte.
Seismische Untersuchungen in neuerer Zeit lassen vermuten, dass die Menge dieser Lagerstätten auf dem Meeresgrund sehr bedeutsam ist. Die gesamte Menge der Treibhausgase aus Fossilen Brennstoffen soll geringer sein als die Menge der Treibhausgase aus Gashydraten. Sowohl Kohlendioxid als auch Methan sind bekannte Treibhausgase. Schätzungen gehen von einer Gesamtmenge von mehr als 1.000 Gigatonnen Kohlenstoff aus, das in den verschiedenen Gashydraten gespeichert ist [Bundestagsdrucksache 15/3814].
Doch nicht nur als Energielieferant sind die Gashydrate von besonderem Interesse. Auch die Stabilität des Meeresbodens wird an bestimmten Stellen durch sie gewährleistet. So kann es bei plötzlichen Temperatur- oder Druckunterschieden und damit einhergehender Zerstörung oder einer Destabilisierung der Gashydratschicht zu einem Abrutschen von Meeresboden kommen (Storegga-Effekt).
Durch Ausgasen der Gashydrate können sehr große Gasblasen entstehen (Durchmesser von 100m und mehr), welche auch große Schiffe zum Kentern bringen können. Allerdings sind die Gashydrate auch ein möglicher, wichtiger Energieträger für unsere Zukunft (wenn auch kein erneuerbarer Rohstoff).
Links:
"Tankstelle in der Tiefsee - Geophysiker entwickeln Fordermethoden für untermeerische Gashydrate"
"Erze aus dem Ozean"
H
Was ist ein Hurrikan?
Ein Hurrikan ist ein tropischer Wirbelsturm mit Windstärken über 12. Im Nordatlantik, Nordostpazifik und in der Karibik heißen diese tropischen Wirbelstürme Hurrikans, im Nordwestpazifik Taifune und im Südpazifik und im Indischen Ozean werden sie Zyklone genannt. Sie bilden sich über dem Meer, wobei dies nur geschieht, wenn die Wassertemperatur mindestens 26 Grad beträgt. Feuchtwarme Luft steigt von der Meeresoberfläche auf, bildet große Gewittertürme, neue Luft strömt am Boden von außen nach und steigt ebenfalls auf. Die Drehung entsteht durch die Corioliskraft.
Was ist Hydrodynamik?
Die Hydrodynamik (auch: Fluiddynamik; aus dem Griechischen hýdro = Wasser, dynamikós = kräftig, wirksam) ist ein Teilgebiet der Strömungslehre und beschäftigt sich mit bewegten Flüssigkeiten und Gasen. Untersucht werden z. B. laminare und turbulente Strömungen in offenen und geschlossenen Gerinnen sowie Bewegungen und Kraftverhältnisse in Druckleitungen. Die Aquadynamik beschäftigt sich ausschließlich mit Wasser.
K
Was sind Kaltwasserkorallen?
Kaltwasserkorallen bilden einen langen Riffgürtel im Nordatlantik, der sich entlang der Kante des Kontinentalschelfs von den arktischen Regionen des Nordkaps bis nach Mauretanien, rund 4000 Kilometer weit erstreckt. Mittlerweile bestätigen jedoch immer neue Funde, dass Kaltwasserkorallen nicht nur im Atlantik sondern weltweit verbreitet sind. Sie wurden u.a. auch vor Kanada, Neuseeland, Japan oder Südafrika gefunden und die Anzahl der Länder, vor deren Küsten Kaltwasserriffe existieren, steigt weiter.
Kaltwasserkorallen kommen in Wassertiefen von 250 bis zu tausenden Metern vor. Es gibt zwei dominierende Arten: Lophelia pertusa und Madrepora oculata. Die Kaltwasserkorallen sind im Gegensatz zu ihren tropischen Verwandten nicht auf das Sonnenlicht als Energielieferant angewiesen. Sie ernähren sich von Plankton, welches sie mit winzigen Tentakeln einfangen. Die Kaltwasserkorallen gehören, obwohl ihre Entdeckung noch nicht lang zurückliegt, zu den alteingesessenen Bewohnern der Meere. So hat die Analyse von Bohrkernen ergeben, dass einige der entdeckten Riffe über zweihunderttausend Jahre alt sind – Fossilienfunde reichen sogar über 30 Millionen Jahren zurück. Doch kaum entdeckt, könnten die ungewöhnlichen Blumentiere und ihre imposanten Bauwerke schon bald der Vergangenheit angehören, denn Schleppnetzfischerei und die zunehmende Versauerung der Weltmeere setzen ihnen immer weiter zu.
Links:
"Bedrohte Juwelen in den Eismeeren"
"Bedrohte Biotope in der Finsternis" (mit Tauch-Video)
(bezieht sich allerdings auf tropische Riffe!)
Was ist der Klimawandel?
Der Begriff Klimawandel bezeichnet
(Quelle: WIKIPEDIA)
Links:
"Folgen des Klimawandels" (Animation, ZDFmediathek)
Cooles YouTube-Musikvideo zum Klimawandel (YouTube)
Was ist ein Kontinentalhang?
Der Kontinental(ab)hang (auch Kontinentalabfall, Kontinentalböschung oder Bathyal) ist jener Teil des Kontinentalrandes, an dem sich der Meeresboden (marines Benthal) von der Schelfkante (100 - 200 m Tiefe) bis zum Kontinentalfuß in etwa 2000 - 4000 m Tiefe absenkt. Als Teil des Tiefseebodens wird diese Tiefenzone auch als Batyhal bezeichnet (griech. bathys - Tiefe).
Diese global auftretenden Hänge am Grund der Ozeane verlaufen sehr flach geneigt (1-2°) und eher gleichmäßig, bis sie ab etwa 4 km unter NN in die Tiefseebecken übergehen. Sie bilden eine - auf dem Festland kaum auftretende - Besonderheit im Höhenverlauf der Erdoberfläche, obwohl sie im Durchschnitt in der mittleren Meerestiefe von 2½ km liegen.
Trotz der flachen Neigung dieser bis 200 km breiten "Hänge" kommt es vor, dass ihre Sedimente als Schlammlawine in Bewegung geraten. Nach neuen Forschungen kann dies durch Austritt von Methangas verursacht werden.
Die Schelfe oder Festlandsockel, von denen die einzelnen Kontinentalabhänge ihren Ausgang nehmen, sind teilweise eine Folge des niedrigeren Wasserspiegels während der letzten Eiszeiten.
Warum laufen manche Krebse seit- bzw. rückwärts?
Krebse laufen in der Regel nicht seitwärts, gemeint sind Krabben. Krabben zeichnen sich durch eine Reduktion des Pleons (Abdomens = Hinterleibs) aus, wodurch der Schwerpunkt unter den Cephalothorax verlagert wird. Diese Verlagerung ist vorteilhaft, da kein Hinterleib mehr nachgeschleppt zu werden braucht. Dadurch können sich manche Krabben tatsächlich in alle Richtungen bewegen. Welche Arten dazu befähigt sind, kann man an der Anordnung der Sternite (ventrale Brustsegment-Platten) erkennen. Bei Krabben, die sich in alle Richtungen bewegen können, sind die Sternite radial, bei jenen, die sich vornehmlich seitwärts bewegen, im rechten Winkel zur Längsachse angeordnet. Wenn Krabben schnell laufen müssen, geschieht dies immer seitwärts. Krebse (Süßwasser-Crustacea mit Pleon) laufen mit ihren 4 Schreitbein-Paaren in der Regel vorwärts, sind aber natürlich auch dazu befähigt, rückwärts zu schreiten. Sie tun dies vor allem bei Bedrohung (Krebse sind vorne ausreichend geschützt, am Abdomen allerdings äußerst verletzlich), aber auch, um sich auf diese Weise in ihre meist sehr engen Wohnröhren zurück zu ziehen. Rasche Fluchtbewegungen erfolgen zwar ebenfalls nach hinten, allerdings als Schwimmbewegung durch rasches Einschlagen des Schwanzfächers.
M
Was macht ein Meeresforscher?
Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten sich mit der Erforschung des Meeres zu beschäftigen. Da noch sehr viele Tiere und Funktionsweisen in den Ozeanen unerforscht sind, sind u.a. Biologen, Chemiker, Geologen, Physiker und sogar Mediziner am Meer interessiert Das klassische Berufsbild des "Meeresforschers" wird bei GEOlino gut beschrieben.
N O
Warum heißen Ost- und Nordsee "-see" und nicht "-meer"?
Nordsee und Ostsee heißen "See" weil es sogenannte "Schelfmeere" sind.
Das heißt diese "Meere" befinden sich über einem Kontinentalsockel, hingegen alle Ozeane über (oder auf) einer ozeanischen Platte zu finden sind.
Meer stammt vom lateinischen mare und wird (fast) immer dort gebraucht wo gehobene (akademische, klerikale) Fachleute und Kartografen bei der Namensgebung (oder -findung) etwas zu sagen hatten; und natürlich im Mittelmeer-Raum. Die Anwohner und "Betroffenen" unserer "heimischen" Meere verwenden eigentlich generell das entsprechende Wort aus ihrer eigenen Sprache, bei deutschen, englischen und holländischen Küstenbewohnern eben See oder entsprechendes.
Norddeutsch für fortgeschrittene Süddeutsche:
Der Norddeutsche sagt zu Meer immer See!
So verrückt es klingen mag, aber der eingeborene Nordeutsche sagt auch Rotsee und nicht Rotes Meer. Nachdem diese Bevölkerung nun mal an der Nord- und Ostsee wohnen, ist der von ihnen vergebene Namen übernommen worden. Im Niederländischen heisst es ZEE und SEA im Englischen. Es ist wohl schon die Sprachverwandschaft. Denken Sie auch an den schönen Begriff der Südsee...
S
Was ist Sedimentation?
Als Sedimentation bezeichnet man das Ablagern/ Absetzen von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Schwerkraft und anderen Kräften wie zum Beispiel der Zentrifugalkraft in einer Zentrifuge. Bildet sich zuunterst eine Schicht von Schwebstoffen, so nennt man diesen Bodensatz auch Sediment oder Dekantat. Dabei schichten sich die abgelagerten Teilchen nach ihrer Dichte und ihrer Größe und haben daher auch eine unterschiedliche Sedimentationsgeschwindigkeit (Absinkgeschwindigkeit). Die "schwersten" und "größten" Teilchen lagern sich zuerst ab, liegen also zuunterst, was auch dazu benutzt werden kann die verschiedenen Stoffe eines Gemenges zu trennen. Sedimente werden, im Falle von Fließgewässern, hauptsächlich durch die Erosion des Querschnittes eingetragen. Ein weiterer Effekt ist der Sedimenteintrag. Hier werden Sedimente (und andere Feststoffe) aus dem Einzugsgebiet eingetragen.
Was ist der Schelf?
Der Schelf (auch Kontinentalschelf, Kontinentalsockel) ist die Bezeichnung für den flachen, küstennahen Meeresboden bis zu 200 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Begriff wurde im Jahre 1907 vom deutschen Geographen Otto Krümmel aus dem Englischen ("shelf") übernommen.
Der Schelfbereich ist Bestandteil der Festlandsmasse, er besteht somit aus kontinentaler Kruste. Auf dem Sockel lagern sich typische (neritische) Schelfsedimente ab, insbesondere kommt es zur chemischen und biologischen Fällung von Karbonaten ("carbonat factory"). Abgesehen von Perioden eines eiszeitlich bedingten weltweiten Meerestiefstandes (marine Regression) ist der Schelf von einem flachen Schelfmeer bedeckt. Je nach Neigung des Meeresbodens kann der Schelf ein schmaler Saum oder ein breiter Gürtel sein. Mit 1500 km hat der Sibirische Schelf die größte Ausdehnung, im globalen Durchschnitt ist ein Schelfbereich etwa 74 km breit. Landwärts wird der Sockel durch die Küste Litoral begrenzt, seewärts ist es die Schelfkante, eine Linie, von der an sich die Neigung des Meeresbodens deutlich verstärkt, die den Schelfbereich abschließt. Dahinter folgt der Kontinentalabhang, der den Übergang zur Tiefsee bildet.
Eine Unterteilung vom Schelf ist die Schorre. Gemeint ist hier die Fläche, auf der sich die Wellen brechen. Sie ist gegen das Meer hin geneigt und wird von der Brandung und den durch sie bewegten Geröllen abgeschliffen. Die rezente Abrasionsplattform reicht so weit in die Tiefe, wie die Wellen am Meeresboden formen können.
Das biologisch hochproduktive flache Schelfmeer ist die "Kinderstube" vieler Fischarten und insgesamt sehr reich an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten.
T
Was ist ein Taifun?
Im Nordwestpazifik heißen tropische Wirbelstürme Taifune.
siehe Hurrikan
Was ist die Tiefsee?
Als Tiefsee bezeichnet man die Meeresbereiche unterhalb von 1000m Tiefe. Es liegen mehr als 70 % der Flächen der Weltmeere in der Tiefsee. Die Tiefsee reicht in Bezug auf die Formen des Meeresbodens vom unteren Kontinentalabfall über die Tiefseeböden bis in die Tiefseegräben. Die Lebensbedingungen der Tiefsee sind durch Lichtlosigkeit, Kälte und hohen Druck gekennzeichnet.
Links:
"Meeresforscher geloben schonenden Umgang mit der Tiefsee"
Was ist die Trichtermündung eines Flusses?
siehe Ästuar
Was ist ein Tsunami?
Durch Vulkanausbrüche, Seebeben und Massenverlagerungen am Meeresboden (Hangrutschungen) ausgelöste langperiodische, extrem hohe Wellen großer Energie und Zerstörungskraft an Meeresküsten.
Links:
"Tsunami: tödliche Flutwelle nach einem Seebeben" (3sat online)
Was ist ein Vulkan?
Ein Vulkan ist eine geologische Struktur, die entsteht, wenn Magma (Gesteins-schmelze) aus dem Erdinneren submarin oder subaerisch bis an die Erdoberfläche aufsteigt. Alle Begleiterscheinungen, die mit dem Aufstieg und Austritt der glutflüssigen Gesteinsschmelze verbunden sind, bezeichnet man als Vulkanismus.
Warum rollen Wellen immer in Richtung Strand, auch wenn der Wind in eine ganz andere Richtung weht?
Grundsätzlich ist es so, dass Wellen nicht nur Richtung Strand 'rollen', sondern in alle möglichen Richtungen - der Beobachter am Strand sieht nur die, die auch am Strand ankommen. Genauer kommt es auch ein bißchen auf den Strand an .... Grundsätzlich stimmt es aber, dass die Wellen für sie/ ihn dann (meist) direkt auf den Strand laufen/ rollen. Direkt heißt hier, dass die Wellenkämme parallel zum Strand verlaufen und nicht in irgendeinem markantem Winkel dazu. Das ist ein echtes und erklärtes Phänomen, die Refraktion. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen in Strandnähe - besser gesagt, bei geringer Wassertiefe - hängt von der Wassertiefe selbst ab und zwar: Je flacher es ist, desto langsamer laufen die Wellen. Im Gegensatz dazu hängt im tiefen Wasser die Ausbreitungsgeschwindigkeit nicht von der Wassertiefe ab, sondern von der Wellenlänge der Wellen (siehe unten). Die Wellen im flachen Wasser nennt man lange Wellen, weil sie, verglichen mit der Wassertiefe, eine lange Wellenlänge (die Distanz von einem Wellenkamm zum nächsten) haben. Etwas genauer spricht man von langen Wellen, wenn die Wassertiefe geringer als die halbe Wellenlänge ist. Mathematisch kann man die Ausbreitungsgeschwindigkeit (c) als c = Wurzel(g * H) schreiben, wobei g die (konstante) Erdbeschleunigung ist (9,81 m/s2) und H die Wassertiefe. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit verrringert sich also linear mit der Abnahme der Wassertiefe.
Was hat jetzt diese Verlangsamung der Wellen in Strandnähe - also bei geringer werdener Wassertiefe - zur Folge? Angenommen eine Welle trifft in einem Winkel auf die Küste. Das bedeutet, ein Teil der Welle ist schon im flacheren Wasser, wenn ein anderer Teil noch im tieferen Wasser ist - Die Wellen im Tiefen laufen schneller als die im Flachen und "holen so auf". Überholen können sie nicht, weil in dem Moment, wenn sie dort sind, wo die Langsameren waren, sie ja selbst langsamer sind.
Die Orientierung der Wellen richtet sich also nach dem Strandprofil aus - spätestens, wenn die ankommenen Wellen die Bedingung von "langen Wellen" erfüllen (also Wassertiefe kleiner halbe Wellenlänge). So "rollen" die Wellen dann am Strand auf den Beobachter zu.
Bei Sandstränden ist eine gegenseitige Beeinflussung von Wellen und Sand zu beobachten. Die Wellen transportieren stets auch ein wenig Sand in ihrer Ausbreitungsrichtung. So bildet sich der Strand parallel zu den Wellenbergen aus. Auf diese Weise entstehen z.B. schön geschwungene Einbuchtungen im Strand. Ein kräftiger Sturm kann das Aussehen des Strand komplett verändern...
Jetzt noch etwas zu dem Phänomen, dass der Wind in eine andere Richtung weht als die Wellen rollen: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Windsee und Dünung. Die Windsee wird an einem Ort durch den Wind "frisch" erzeugt sowie verstärkt und ist das, was man meist in der Ostsee findet. Die Wellen sind meist nicht durch eine bestimmte Charakteristik (Wellenhöhe, Wellenlänge, Wellenperiode) gekennzeichnet, sondern ein großes Durcheinander, laufen aber, aus oben genannten Gründen, am Strand, parallel zur Küste. Ist der Wind weg, sind auch die Wellen weg. Und: Geht man, zumindest an der Ostsee, an eine Küste, an der der Wind "offshore" weht, also von der Küste aufs offene Wasser, so sind nahezu keine Wellen sichtbar. Das ist anders an Küsten, die am offenen Ozean liegen (und sogar an der Nordsee): Hier können Wellen einlaufen, die durch den Wind irgendwo als Windsee erzeugt wurden. Diese Wellen nennt man Dünung (oder manchmal auch "alte Windsee"). Solange die Dünung im tiefen Ozean läuft, ist sie keine "lange Welle", sondern eine 'kurze Welle' (Wassertiefe sehr viel grösser als Wellenlänge).
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von kurzen Wellen hängt, wie bereits oben erwähnt, von der Wellenlänge ab. Das hat zur Folge, dass die im Ozean erzeugte "frische" Windsee nach Wellenlängen "sortiert", wenn sie sehr weite Strecken im tiefen Ozean zurücklegt und zur Dünung wird. Die Dünung kommt daher oft sehr "geordnet" an, was besonders bei ablandigem Wind oder bei Windstille sehr beeindruckend sein kann, wenn sich mächtige Wellenberge am Strand auftürmen ohne das man sieht warum. Diese kommen wieder, aus oben geannnten Gründen, parallel zur Küste an - "rollen" also auf den Betrachter zu ...
Was ist ein Zyklon?
Im Südpazifik und im Indischen Ozean heißen tropische Wirbelstürme Zyklone.
siehe Hurrikan
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