Enrichmentkurs

Schools on Board
Am 14. April startete die Bad Segeberger Lehrerin für Biologie und Chemie, Christiane Queisser zu einer einwöchigen Expedition mit dem kanadischen Eisbrecher "Amundsen" ins Polarmeer. Gemeinsam mit einem ihrer Schüler, Steffen Koch, wurde sie im Rahmen von "Schools on Board" ausgewählt. "Schulen an Bord" ist ein Projekt der kanadischen Universität Manitoba. Im Internationalen Polarjahr 2007/2008 ermöglicht die Universität zwölf internationalen Schülern und Lehrern die Teilnahme an einer Forschungsfahrt ins Polarmeer.

 Auch die 15 Kieler Schülerinnen und Schüler des Begabtenkurses (Enrichmentkurs) "Lebensraum Ozean – Wie lebt sich’s unter Wasser" profitieren von Christiane Queissers Erfahrungen. Regelmäßig beantwortet sie von heute an die Fragen der 15 Schülerinnen und Schüler, die sie während einer Kursstunde am 31. Januar entwickelt haben.

Über den Enrichmentkurs "Lebensraum Ozean – wie lebt sich’s unter Wasser"
Der Enrichment-Kurs für begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Kieler Gymnasien ist ein gemeinsames Projekt von "NaT-Working Meeresforschung" (GEOMAR) und dem Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft". 15 ausgewählte Schüler aus den 6. und 7. Klassen von Kieler Gymnasien beschäftigen sich in Experimenten und Institutsbesuchen mit den Anpassungen von Meeresorganismen an ihre ozeanische Umwelt.

Fragen des Enrichmentkurs an die Polarreisenden -                          Antworten von Bord
Frage: Was gibt es in der Arktis an Land im Laden zu kaufen?

Queisser: Wir haben im Supermarkt keinen Artikel gefunden, den man nicht auch bei uns kaufen könnte.

Frage: Wie tief ist das Wasser in der Arktis?
Queisser: Der Arktische Ozean, auch Norpolarmeer oder nördliches Eismeer genannt, ist der kleinste Ozean der Erde. An seiner tiefsten Stelle, dem Molloytief (engl. Molloy Deep), 150 km nordwestlich von Spitzbergen, ist er 5607 m tief. Das Molloytief liegt an der Grenze vom Nordpolarmeer und der Grönlandsee.

Frage: Welche Eissorten gibt es in der Arktis?
Queisser: Es gibt Eisgries, Pfannkucheneis und Eisschollen. Bei den Schollen unterscheidet man zwischen ein- und mehrjährigem Eis. Wenn Eisschollen zusammengedrückt werden, entstehen Packeisrücken von bis zu 8 m Höhe.

In der Arktis gibt es auch Eisberge, die durch das Kalben der riesigen Gletscher vom Land ins Meer entstanden sind. In dem Gebiet, in dem der Eisbrecher Amundsen gerade unterwegs ist, gibt es jedoch keine Eisberge.

Manche Eisschollen sind braun gefärbt, man nennt sie schmutziges Eis ("dirty ice"). Das schmutzige Eis entsteht durch Sedimente, die auf den Schollen mitgeführt werden oder auch durch Eisalgen, die an der Unterseite der Eisschollen leben.
Wenn ein Eisberg Grundberührung hatte, führt er ebenfalls Sedimente mit, die beim Kentern des Eisberges an die Oberfläche kommen können.

Frage: Wie viele Walarten gibt es in der Arktis?
Queisser: Zu den Walen (Cetacea) gehören die Wale und Delfine. Es gibt insgesamt 22 Arten in der Arktis.